Was unterscheidet Beckenboden-Training in den Wechseljahren von regulärem Beckenboden-Training in anderen Lebensabschnitten?
Gar nichts.
Hier könnte der kürzeste Blogartikel meines Blogs enden. 😅
Aber ich möchte ein bisschen ausführlicher werden.
Im Rückbildungskurs starte ich immer mit den Grundlagen und gehe gerne extra langsam voran. Mehr Fühlen, mehr Wahrnehmen, mehr „so tun als ob“, anstatt in die tatsächliche Bewegung zu gehen.
Und für die Wechseljahre? Empfehle ich genau das Gleiche.
Egal wie alt dein Kind ist, ob 3 Monate oder 30 Jahre: Starte mit der richtigen Atmung und Haltung für deinen Beckenboden. Genau das lernst du in den Beckenboden-Bauch-Basics.
Das ist der Grund, warum die Beckenboden-Bauch-Basics in meine großen Programme integriert sind. In der Embodied Core Flow Live Membership ist dieser Grundlagen-Kurs mit kurzen Videos zur Erklärung und ganzen Trainingseinheiten mit und ohne aktive Beckenboden-Anspannung enthalten.
Was sich in den Wechseljahren trotzdem verändert
Das Training bleibt also gleich. Dein Körper verändert sich aber schon.
Wechseljahre erlebt jede Frau anders, und Beckenboden-Beschwerden auch. Vielleicht hattest du bisher gar keine Probleme, und jetzt merkst du, dass du häufiger auf die Toilette musst als früher. Oder eine leichte Blasenschwäche, die du schon kanntest, wird stärker.
Der Grund dafür ist die veränderte Hormonlage. Durch den Östrogenmangel verliert das Gewebe an Elastizität und wird weicher. Organe können dadurch weiter absinken oder auch zum ersten Mal. Dazu kommt, dass wir mit dem Älterwerden an Muskeln verlieren.
Das Tückische daran ist, dass das meistens nicht von heute auf morgen passiert. Die Beschwerden nehmen schleichend zu. Deshalb nehmen viele Frauen sie lange gar nicht als großes Problem wahr.
Warum „einfach mehr anspannen“ nicht reicht
Vielleicht hast du auch schon den Tipp gehört, einfach öfter den Beckenboden anzuspannen. Das stärkt aber nur die Muskeln, nicht das gesamte Gewebe.
Und selbst bei den Muskeln ist Stärken mehr als Anspannen. Ein gesunder Beckenboden hat viele Mitspieler: Hüfte, Beine, Gesäß, Rücken und nicht zu vergessen Faszien und Bindegewebe.
Außerdem muss ein Muskel flexibel sein und reagieren können. Ein Beckenboden, der unter Daueranspannung steht, kann genau das nicht.
Die gute Nachricht ist, dass Training in gewissem Maß gegen den Verlust von Muskulatur und Elastizität helfen kann, weil sie die Durchblutung fördert und Muskeln stärkt. Wenn du Symptome hast, ist trotzdem eine individuelle Betrachtung sinnvoll.
Wo ich doch anpasse
Ganz ohne Unterschied geht es dann doch nicht. Nach der Geburt geht es mir oft darum, den Beckenboden erst einmal wieder bewusst wahrzunehmen. Da mache ich mehr aktive Beckenbodenarbeit.
In den Wechseljahren kommen oft weitere Baustellen dazu, zum Beispiel Knie-, Schulter- oder Hüftschmerzen. Dann braucht es manchmal etwas mehr individuelle Betreuung oder angepasste Übungen.
Für beide Gruppen ist am Anfang die Atmung immens wichtig und danach die Muskeln des ganzen Körpers. Denn alle Menschen husten und niesen, alle Menschen wollen keine Rückenschmerzen haben und sich nicht in die Hose machen.
Ich habe übrigens schon mit Frauen gearbeitet, die dachten, sie bräuchten eine OP gegen ihre Senkungssymptome. Nachdem sie mit dem Training gestartet hatten, war das Thema OP vom Tisch.
Dein erster Schritt
Bevor du mit Übungen loslegst, schule deine Aufmerksamkeit:
- Wo tauchen deine Beschwerden überhaupt auf?
- Wann schränken sie dich ein?
- Verhältst du dich im Alltag beckenbodenfreundlich?
Lerne dann die Grundlagen der Atmung und das Prinzip der sanften Aktivierung ohne Einziehen. Genau das zeige ich dir in der Aufzeichnung meines Workshops Core, Floor & More.
Man kann immer etwas tun, und der erste Schritt ist, anzufangen.
Dein Alter entscheidet nicht über dein Training
Die Art und Weise, wie dein Training aussieht, richtet sich nicht danach, wie alt du bist oder dein Kind.
Es geht nur darum, wie du dich fühlst.
Und die Grundlagen solltest du sogar kennen, EGAL wie du dich fühlst.
Meine Trainingsprogramme enthalten sanfte Einheiten mit dem Fokus auf Beweglichkeit und sanfter Kräftigung. Es gibt aber auch intensivere Einheiten für Fortgeschrittene. Der Einstieg ist für alle gleich.
Welches meiner Programme besser zu dir passt, richtet sich nicht nach deinem Alter oder Hormonstatus, sondern einfach nach deinen Voraussetzungen und Vorlieben.
Der beste Tag, um mit Beckenboden-Training zu starten, ist heute, nicht morgen. Starte mit den Grundlagen, egal ob du Mitte 20, Anfang 40 oder Anfang 60 bist. Wenn du runter auf die Matte und wieder hoch kommst, kannst du mitmachen 👍
Übst du lieber für dich alleine mit aufgezeichneten Videos? Oder möchtest du lieber den persönlichen Kontakt? Für beides ist die Embodied Core Flow Live Membership perfekt.








