Früher habe ich es mich gar nicht getraut, das so offen zu sagen, aber einer der wichtigsten Gründe, warum ich den Beckenboden ohne Anspannen trainiere ist: Es macht einfach total viel Spaß.
Ich liebe es, meinen ganzen Körper zu spüren, nicht nur den Beckenboden.
Ich liebe es, mich stark zu fühlen.
Dasitzen oder liegen, und die imaginären Blaubeeren mit der Vulva abzutasten und herumzudrehen, fühlt sich im Vergleich zu Kniebeugen, Knie-Ellenbogenstütz und mehr einfach nicht genug für mich an.
Aber es gibt noch ein paar mehr Gründe neben dem Spaß.
Ein verpannter Beckenboden braucht Entspannung
Und damit meine ich nicht nur Hinlegen und Füße hoch. Wenn ein Beckenboden wegen einer Senkung oder Verletzung verspannt ist, braucht er Länge. Massage und Dehnung ist eine Möglichkeit, aber auch Belastung in einer verlängerten Position wie bei Hip Hinges (Beckenkippen), Dehnung und Kräftigung der Beininnenseiten und des Hüftbeugers sind wichtige Elemente für einen verspannten Beckenboden.
Noch mehr Anspannen und Hochziehen eines sowieso bereits verspannten Muskels ist kontraproduktiv.

Weißt du überhaupt, ob du richtig anspannst?
Viele Frauen* wissen überhaupt nicht, ob sie den Beckenboden korrekt nach innen anspannen. Manche glauben nur, dass sie ihn anspannen und hochziehen, aber stattdessen drücken sie ihren Beckenboden nach außen wie beim Stuhlgang. Eine Beckenboden-Physiotherapeutin kann dir nach einer internen Untersuchung genau sagen, ob du gut anspannen kannst oder nicht. Auch du selbst kannst es prüfen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du es richtig machst, übe aktives Anspannen nur mit leichter Intensität und fühle selbst mit einer Hand, ob es gut klappt. Oder starte erst mit Beckenboden-Training OHNE Anspannen.
Beckenboden-Training mit Drangblase
Du leidest unter einer überaktiven Blase und musst häufig zur Toilette, auch wenn du gerade erst warst? Dann ist für dich besonders wichtig, dass du Lockerlassen lernst und Entspannung übst. Kegel-Übungen gehören auch bei Drangblase nur in ganz sanfter Form zum Blasentraining. Viel wichtiger ist für dich 3D-Atmung und bewusstes Loslassen deiner Bauch- und Beckenboden-Muskulatur. Kurzzeitiges bewusstes Anspannen kann dir bei plötzlich auftretendem Harndrang helfen, sbee ständiges Anspannen kann das Gefühl auch hervorrufen.
Beckenboden-Training bei Senkung
Bei einer Senkung ist der Beckenboden häufig sowieso schon automatisch unter Spannung, weil die Organe nach unten drücken. Der Beckenboden tut seinen Job und spannt ganz von alleine an. Diese Dauerspannung führt zu den typischen Senkungs-Symptomen wie Druck nach unten, Schmerzen oder ein Muskelkater-Gefühl im Beckenboden, bei manchen Menschen sogar zu Krämpfen. Auch hier braucht es aktive Länge und Dehnung des Beckenbodens, nicht mehr Zusammenziehen. Übungen wie diese hier im Bild können für dich ein guter Einstieg sein.

Ganzkörpertraining hat eine größere Wirkung als nur den Beckenboden fit zu machen
Für mich war Beckenboden-Training immer auch Entspannung, mich spüren, mir Zeit für mich nehmen. Der Grund „funktionsfähiger Beckenboden“ war etwas, das mir geholfen hat, mir Zeit für mich zu nehmen, als es mir noch sehr schwer fiel, mich selbst zu priorisieren.
Als Ergebnis war nach stetigem Üben nicht nur mein Beckenboden wieder in Form, sondern das ganze bewusste Atmen, das bewusste Bewegen hat mich immer mehr zu mir selbst gebracht, hat mir geholfen für mich einzustehen und hat Glückshormone ausgeschüttet. Viel mehr, als Anspannen es je für mich hätte tun können.
Deine ganz eigene Beckenboden-Reise mit genau dieser Wirkung könnte noch heute mit Embodied Core Flow starten.












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